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Der Rotstein

Bildurheber: Peter Hennig

Am "Roten Stein"

Im ältesten Naturschutzgebiet Sachsens auf dem Rotstein wachsen 530 Pflanzenarten. Der pflanzenreichste Berg der Oberlausitz wurde 1912 unter Naturschutz gestellt.

Das mehrgipfliche Rotstein-Massiv gehört zu den interessantesten Bergwanderzielen der Region. Der Rotstein zeigt eine deutlich hufeisenförmige Gestalt mit drei Bergkuppen, dem 455m hohen Rotstein, dem 421m hohen Hengstberg und in südwestlicher Richtung bildet der 396m hohe Georgenberg den Abschluss.

Bildurheber: Peter Hennig

In botanischer Hinsicht ist der Rotstein einer der interessantesten Berge Sachsens, etwa 530 verschiedene Arten an Blütenpflanzen und höheren Sporenpflanzen sind hier zu finden. Die bekannteste Pflanze des Rotstein ist das Leberblümchen, welches im Frühling in üppiger Menge gedeiht. Aber auch viele andere seltene Pflanzen sind in dem artenreichen Laubmischwald zu finden. So z. B. Seidelbaststräucher, das Wald-Gedenkemein, letzte Exemplare der Weißtanne, Wald-Schlüsselblume, die Türkenbundlilie, die Eiben, die Gladiolen und der Aronstab.

Aber auch eine reiche Fauna finden Sie hier. So zwitschern Singdrosseln, hämmern Spechte, turteln Turteltauben und Igel, Siebenschläfer oder Haselmaus erwachen mit Beginn des Frühlings.

Bildurheber: Andreas Lange - city-map

Das 1872 erbaute Berggasthaus wurde 1879 und 1897 erweitert. Heute befindet sich auf dem Gipfel ein familiäres Berghotel.Am 28.10.2000 wurde der neue Aussichtsturm eingeweiht. Die Aussichtsplattform ist über 101 Stufen zu erreichen. Der Turm ist 21m hoch und von seiner Plattform aus bietet sich ein prächtiger Blick über die Oberlausitzer Berg-Landschaft bis hin ins Iser- und Riesengebirge. Außer den botanischen Besonderheiten bietet der Rotstein seinen Besuchern noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Eine zu einem Doppelwall ausgebildete spätslawisch-frühdeutsche Befestigungsanlage findet man auf der Südostkuppe. Auf einigen Stellen sehen wir ausgedehnte Basaltblockmeere und Gesteinshalden. Unweit der Gaststätte in nördlicher Richtung gelegen steht eine besonders wuchtige Basaltsäule. Auf diesem Felsen soll der Leibhaftige beim Ritt durch die Luft, von der Landeskrone aus Görlitz kommend, zwischengelandet sein um seine Kleidung auszubessern. Auf dem Georgenberg, versteckt im Walde, befindet sich die Ruine der Georgenkapelle. Sie ist wahrscheinlich im 14. Jahrhundert durch den Bischof Benno erbaut worden.

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