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Görlitzer Rathausturm

Bildurheber: city-map Zittau, Görlitz und Weißwasser

Die Stadt Görlitz besaß bis zum Jahr 1343 kein eigenes Verwaltungshaus. Wichtige Dokumente wurden damals in der Kirche aufbewahrt. 1350 erwarb dann die Stadt ein Privathaus, um dort die Verwaltung einzurichten. Der Turm, das benachbarte Gebäudeteil mit dem Zimmer des Bürgermeisters und der Flügel sind die ältesten Teile des Rathauses und stammen aus dieser Zeit.

1369 wurde das Rathaus erstmalig erwähnt und 1378 war die erste urkundliche Erwähnung.
Von 1511–1516 wurde durch den Ratsbaumeister Albrecht Stieglitzer und den Zimmermeister Jobst ein Wachstum des Turmes um 60 Metern ermöglicht.

Im Jahr 1524 wurde nach der Aufsetzung des Oktogons eine mit 2 Zifferblättern ausgestattete Uhr angebracht. Von diesen beiden Zifferblättern war anfänglich die untere eine 24 teilige Stundenuhr. Sie wurde von Bartolomaeus Secultus im Jahr 1584, nach der Einführung des Gregorianischen Kalenders, auf eine 12 teilige Stundenuhr ersetzt. Diese lies er wiederum mit der darüber befindlichen Mondphasenuhr verbinden.

Bis heute zeigt der äußere Ring der Mondphasenuhr die 24 Stunden an. Der mittlere Ring zeigt die Mondphasen und der innere den Kalendertag. Der innere Bereich ist seit der Kalenderumstellung nicht mehr im Betrieb, da die gleichmäßige Anzeige von jeweils 30 Tagen pro Monat einfach entfiel. Im zentralen der Stundenuhr befindet sich ein Wächterkopf. Er öffnet minütlich die Augen und den Mund. Laut einer Sage wurde ein Wächter auf der Stadtmauer dabei erwischt, wie er seinen Dienst nicht sorgfältig ausführte.

Der goldene Löwe, der im darüber liegende Spitzbogenfenster liegt, kündigte durch sein „Gebrüll“ den Wechsel der Mondphasen an. Nach einem Blitzeinschlages im Juni 1742 wurde der obere Teil des Turmes völlig zerstört. Der Maurermeister S. Suckert leitete den Neubau des Turmes.

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