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Hainewalde - Ort des sanften Tourismus

Hainewalde ist ein ehemaliges Waldhufendorf, das Anfang des 14. Jahrhunderts erstmals erwähnt wurde. Mitten durch den heute ca. 1830 Einwohner zählenden Ort fließt die Mandau, die im Nachbarland Tschechien entspringt. Ihre Spuren über die Jahrhunderte haben hier vor allem die Haarbodenweber und Siebmacher hinterlassen. Heute hübsch vorgerichtete Umgebindehäuser sind Zeugen einst schweren Handwerks.

Bildurheber: Jürgen Walter

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Das Hainewalder Schloss, mit seinen sieben vorgelagerten Terrassen, 1749-1756 erbaut, wird aufgrund seiner malerischen Lage an einer Berglehne auch das Sächsische Sanssouci genannt. Trotz aufwendiger Sanierungsarbeiten in den 90er Jahren zählt der Bau nach wie vor zu den besonders gefährdeten Kulturdenkmalen Sachsens. Eine einmalige Kulisse für Konzerte und Veranstaltungen bietet die Schlossparkanlage, die im französischen und englischen Stil gestaltet wurde. Gleich neben dem Schloss befindet sich das sogenannte Torhaus, welches als Rest einer ehemaligen Schlossanlage übrig blieb.

Die Dorfkirche (1711) konnte nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten 1998 in neuem Glanz geweiht werden.

Die letzte Ruhestätte der einstigen Herrschaft - die Kanitz-Kyaw´sche Gruft, 1715 auf dem Gelände des Friedhofes erbaut, gilt heute als bedeutendstes Werk barocker Grabmalskunst in Sachsen und dürfte in ihrer Art einmalig sein. Die Verbindung zwischen Leben und Tod verkörpern die 17 beinahe lebensgroßen Sandsteinfiguren, die die Gruft zu tragen scheinen. Ein gepflegtes Kriegerdenkmal neben dem Friedhof verweist auf die Opfer der beiden Weltkriege.

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Weithin bekannt ist die Himmelsbrücke - im Volksmund auch Ochsenbrücke genannt - die sich im Oberdorf gleich eines Bogens über die Mandau spannt.

Der "Eurohof Dreiländereck" hat sich zu einem über die Ländergrenzen hinaus bekannten Schullandheim entwickelt. Hier wird ökologisches Denken und Handeln ebenso gefördert wie ein gewaltfreier und toleranter Umgang deutscher, polnischer und tschechischer Mädchen und Jungen miteinander.

Wanderwege führen in die nähere Umgebung, wie etwa den sagenumwobenen Breiteberg, wo 510 m über dem Meeresspiegel eine Berggaststätte Stärkung anbietet und der "Dr. Curt Heinke-Turm" einen guten Ausblick ins sächsische, schlesische und böhmische Land bietet. Sehenswert sind auch der Hainewalder Hutberg mit seinen bizarren Felsgebilden, das Roschertal u.v.m.

Gemütliche Gaststätten laden zum Verweilen und Schlemmen ein. Der TRIXI-Park mit Allwetterbad und Wellnesslandschaft in Großschönau und das Eissportzentrum in Jonsdorf sowie natürlich das Zittauer Gebirge mit seinen unendlichen Wanderzielen liegen quasi vor der Tür. Selbst nach Tschechien und Polen ist es nur ein Katzensprung. Für den sanften Tourismus bietet das idyllisch gelegene und ruhige Hainewalde somit beste Voraussetzungen.

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